„Herzlich willkommen bei der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V.“ – so hieß es wieder einmal. Den Radverkehrskongress der AGFS in Essen unter dem Thema „Straße neu denken!" besuchte auch Georg Schmitz vom VCD in Düren. Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS) präsentierte den bundesweiten Radverkehrskongress zum dritten Mal in Kooperation mit der Messe Essen. Am heutigen 25. Februar 2011 trafen sich Entscheider aus Politik und Verwaltung, kommunale Fachplaner und Interessierte aus Initiativen und Organisationen im Kongresszentrum in Essen, um dort neue Perspektiven für die Straße zu diskutieren. Umfangreiche Informationen zum Thema gibt es unter www.fahrradfreundlich.nrw.de. Seit mehr als 10 Jahren wird der "deutsche Fahrradpreis" in den Kategorien "fahrradfreundlichste Entscheidung" und "fahrradfreundlichste Persönlichkeit" (seit 2003) jährlich verliehen. Auch dieses Jahr wurde die "fahrradfreundlichste Entscheidung des Jahres 2011" gesucht. Die Jury hat aus allen 68 Bewerbungen fünf Projekte ausgewählt, die für den Preis "fahrradfreundlichste Entscheidung 2011" nominiert wurden. Die Fahrradbotschafter der Stadt Moers gewannen den ersten Preis. Die weiteren Projekte teilen sich die „zweiten Plätze“. • Ich kauf per Rad, Darmstadt • Ruhrtal-Radweg-Ranger, Arnsberg • Kampagne "Radlhauptstadt München", München • Brücke über den Urftsee "Victor-Neels-Brücke", Euskirchen Das Projekt aus Darmstadt möchten wir zur Nachahmung sehr empfehlen. Deshalb hierzu mehr bei www.best-for-bike.de und www.ich-kauf-per-rad.de Erst zum zweiten Mal in der Geschichte des deutschen Fahrradpreises wurde ein Sonderpreis ausgelobt. Neben "fahrradfreundlichster Entscheidung und Persönlichkeit" wurde in diesem Jahr auch ein Sonderpreis für besonderes Engagement für die Belange der Radler/innen verliehen. Preisträger ist Dr. Klaus Wörle, Vorsitzender des ADFC Regensburg. Über acht Jahre und drei Instanzen - bis hin zum Bundesverwaltungsgericht - hat er sich für die Interessen des Radverkehrs stark gemacht. Soviel Einsatz eines Einzelnen muss gewürdigt werden, befand die Jury und lobte den Sonderpreis aus. Im von ihm erwirkten Urteil wird der seit 1997 geltende Paragraf der StVO bestätigt, der das Radfahren auf der Fahrbahn als Regelfall vorschreibt und die Kennzeichnung von Radwegen als benutzungspflichtig nur im Ausnahmefall zulässt. Mit dem Urteil verknüpft sich die Hoffnung, dass sich in der kommunalen Praxis die Bedingungen für Radfahrer/innen verbessern.
Wolke Hegenbarth ist "Fahrradfreundlichste Persönlichkeit des Jahres 2011"
| | | Preisträgerin | | | | Wer heute schnell, unabhängig und gesund ans Ziel kommen will, steigt auf sein Fahrrad. So macht es auch die Schauspielerin Wolke Hegenbarth. In ihrer Heimatstadt Köln nutzt sie ihr Fahrrad so oft es geht. Auch bei Wind und Wetter? Aber sicher! "Da bin ich schmerzfrei!" so die lebens- und abenteuerlustige Schauspielerin. "Das Fahrrad bedeutet für mich Freiheit. Mit dem Rad in der Großstadt bin ich schneller als jedes Auto." Für ihre Nominierung als "fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2011" gab es also gute Argumente. Die Jury begründet weiterhin: Wer so begeistert mit gutem Vorbild voran geht wie Wolke Hegenbarth, hat die Auszeichnung mehr als verdient. Überreicht wurde der Preis sehr stimmungsvoll von Gunnar Fehlau, vom VSF e.V., dem Verbund Service und Fahrrad e.V.! Natürlich schauten sich die VCD´ler auch auf der Messe um und bewunderten die technischen Entwicklungen. Eine beeindruckende Vorführung von Trailbikefahrern rundete den Besuch in Essen ab.
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