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Die Seite für Kids: Mehr über die Bahn

Hallo und Herzlich Willkommen auf der Kinderseite! Du willst also mehr wissen über die Eisenbahn?

Wenn Du einen Kindergeburtstag oder eine sonstige Führung bei mir mitgemacht hast, dann wird dir mancher Sachverhalt bekannt sein. Aber sicher findest du auch noch neue Informationen. Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du dich natürlich auch gerne bei mir melden!

Also, legen wir mal los:
Züge fahren, wie Du ja weißt, auf Schienen. In einer alten Stadt im römischen Reich hatten bereits vor vielen vielen Jahren Handwerker Spurrillen in die Steinstraßen gemeißelt. So waren die Karren leichter zu bewegen und rutschten nicht immer weg. Vor etwa 300 Jahren kam man dann auf die Idee, Schienen aus Eisen zu bauen. Auf Eisenschienen rollen glatte Eisenräder so gut, dass Lokomotiven viele schwere Wagen hinter sich herziehen können.

Drei Männer waren dann vor allem an der Erfindung der Züge beteiligt: Ein Franzose baute 1769 den ersten Dampfwagen der Welt. Zum ersten Mal wurde ein Wagen nicht mehr von Pferden gezogen. Es war die erste Maschine, die sich aus eigener Kraft auf einer Straße bewegte, aber sie hatte drei Räder und war sehr schwerfällig. Einige Jahrzehnte später kam ein englische Ingenieur auf die Idee, eine Schienenlokomotive für Personen zu bauen. Sie wurde nur zu Vergnügungsfahrten eingesetzt. Schließlich entwickelte der Engländer George Stephenson seine Dampflok, die "Locomotion". Seine zweite Eisenbahn nannte er "Rocket". Es war die erste Eisenbahn, die regelmäßig Personen beförderte. Sie fuhr zwischen Liverpool und Manchester. In Deutschland wurde der "Adler" sehr berühmt. Mit diesem Zug wurde am 7. Dezember 1835 die erste deutsche Zugstrecke von Nürnberg nach Fürth eröffnet. Der Adler schaffte 40 Stundenkilometer - für die damalige Zeit eine ungeheure Geschwindigkeit. Heute ist der "Adler" im Nürnberger DB Museum zu bewundern. Die Erfindung der Eisenbahn machte es möglich, dass Menschen schneller reisen konnten, als sie es mit der Kutsche, dem Pferd oder zu Fuß gewohnt waren. Man konnte plötzlich Orte besuchen, die zuvor nur schwer erreichbar waren. Das Reisen und die Eisenbahn wurden immer beliebter und so wurden immer mehr Schienen verlegt und neue Städte entstanden. Heutzutage haben die Dampfloks im Regelbetrieb ausgedient, sie werden nur noch selten als besondere Attraktion gefahren. Auf den Schienen fahren nun Züge, die mit Strom angetrieben werden. Auf diese Idee kam Ende des 19. Jahrhunderts der Deutsche Werner von Siemens. Diese Elektrischen Lokomotiven (oder auch E-Loks) sind schneller, leiser und sauberer als die alten Dampfloks.

E-Loks funktionieren mit Strom. Über den Schienen laufen Stromleitungen. Ein Stromabnehmer auf dem Dach des Zuges berührt die Leitungen, so dass der Strom in die Lok kommen kann und die Fahrmotoren der E-Lok betrieben werden können. Es gibt aber auch Strecken ohne Stromleitungen,- dort fahren dann Dieselloks oder Dieseltriebwagen.

Die Loks werden vom Lokführer im Führerstand geführt (gefahren) und die Lok zieht die Wagen. Lokomotiven können in beide Richtungen gleich schnell fahren und haben deshalb an jedem Ende einen Führerstand. Damit die Lokomotive den Zug nicht nur ziehen, sondern auch vom Zugende schieben kann, gibt es die Steuerwagen. Im Führerstand des Steuerwagens sitzt dann der Lokführer und steuert die Lok über ein Kabel. Es gibt aber nicht nur Züge, die aus einer Lok und Wagen gebildet sind, sondern auch sogenannte Triebzüge. Dabei ist die Technik, die sonst in der Lok untergebracht ist, z.B. die Fahrmotoren und der Transformator, im Zug verteilt. Diese Triebzüge werden normaler Weise nicht mehr - oder nur noch in Werkstätten - getrennt, während Lok und Wagen überall an - und abgekuppelt werden können. Bei den neuesten deutschen ICE - Zügen werden die Wagen auch nicht von einer Lok gezogen, sondern es sind die bereits erwähnten Triebzüge. Die Motoren sind nicht mehr in einer Lok zu finden, sondern auf den kompletten Zug verteilt.
Die Spitzengeschwindigkeiten: Der deutsche ICE fährt über 400 km/h. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 574,8 Kilometer in der Stunde hat der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV am 3.4.07 einen neuen Weltrekord für Schienenfahrzeuge aufgestellt. Der eigens umgebaute Zug erreichte das angepeilte Tempo auf der Fahrt von Ostfrankreich nach Paris. Der bisherige Rekord, der 1990 ebenfalls von einem TGV aufgestellt worden war, stand bei 515 Kilometern pro Stunde.

Was bedeuten nun die Signale und Zeichen an der Bahnstrecke?
Signale sind die Verkehrszeichen der Eisenbahn. Am wichtigsten sind die Hauptsignale. Sie zeigen den Lokführern an, ob sie halten müssen oder weiterfahren dürfen. Hauptsignale stehen so, dass jeder Gleisabschnitt nur von einem Zug befahren wird, also z.B. vor Weichen und halten auch nachfolgende Züge auf Abstand. Übrigens: Allein 97 000 Weichen und Kreuzungen sind in Deutschland im Bahnverkehr im Einsatz um den bundesdeutschen Bahnverkehr zu regeln. Ähnlich wie Verkehrsampeln funktionieren die Signale mit Lichtern in den Farben Rot, Gelb und Grün.
Ursprünglich sahen Signale anders aus: An einem hohen Mast waren bewegliche Balken befestigt, die den Lokführern durch ihre Stellung zeigten, ob sie anhalten mussten oder fahren durften. Solche alte Formsignale gibt es auch heute noch an einigen Bahnstrecken. Neuer sind elektrische Signale, die schon er an Ampeln erinnern. Wie bei Verkehrsampeln bedeutet bei den Signalen rotes Licht "anhalten" und grünes Licht "weiterfahren". Ist gelbes Licht zu sehen, bedeutet es entweder "langsam fahren" oder "Achtung - da kommt gleich ein rotes Signal". Im Straßenverkehr ist Gelb ja so etwas wie eine Vorwarnung: "Achtung, es wir gleich Rot". Für diese Vorwarnung gibt es bei der Eisenbahn ein eigenes Signal, das Vorsignal. Es steht etwa einen Kilometer vor dem Hauptsignal. Grünes Licht am Vorsignal bedeutet: "Beim nächsten Hauptsignal weiterfahren", Gelb bedeutet: "Das Hauptsignal ist rot, also abbremsen" und Gelb-Grün bedeutet: "Das nächste Hauptsignal zeigt 'langsam fahren' an". Da es inzwischen wieder eine neue Generation Signale gibt, wollen wir hier nicht so auf die Details eingehen. Das Vorsignal ist aber bei allen Signalarten sehr wichtig, weil der Bremsweg eines Zuges so lang ist. Ein Zug kann ja nicht einfach am Hauptsignal anhalten wie ein Auto an einer Ampel, sondern der Lokführer muss lange vorher wissen, ob er dort anhalten muss oder weiterfahren kann. Der Abstand des Vorsignals ergibt sich aus dem Bremsweg von etwa 1000 Metern.
Züge, die schneller als 160 km/h fahren, also alle Fernzüge, haben längere Bremswege als einen Kilometer und bekommen wichtige Informationen über Funk und mit Computern im Führerstand angezeigt, z.B. sehen die Lokführer so, wenn in einigen Kilometern ein Halt oder eine neue Geschwindigkeit kommt. Dieses Anzeigesystem nennt man Linienzugbeeinflussung. Ein ICE auf der Neubaustrecke Köln- Frankfurt fährt so sicher mit 300 km/h, obwohl er dabei einen Bremsweg von rund drei Kilometern hat. Die Signale und Weichen werden vom Fahrdienstleiter im Stellwerk geschaltet. Der Fahrdienstleiter bestimmt mit seiner Arbeit, wann welcher Zug über welche Gleise fahren darf und regelt so den Betriebsablauf in seinem Bahnhof und angrenzenden Streckenabschnitten!

Erinnerst Du dich? - Die Weichen sind bewegliche Gleisstücke und lenken den Zug von einem Gleis auf das nächste. Der Lokführer hat kein Lenkrad! Die Räder, die man in alten Loks manchmal sieht, sind keine Lenkräder, sondern Schalträder, also sowas Ähnliches wie ein Gaspedal.
Erst seit zehn Jahren sind die ICEs auf Deutschlands Schienen unterwegs. In der Experimentierphase erreichte ein ICE am 1. Mai 1988 den damaligen Schienenfahrzeug - Weltrekord von 406,9 km/h. Geschwindigkeit und Luxus prägen das Zugpferd der Deutschen Bahn AG, das nun schon in der dritten Generation kommt. Über 100 Millionen Fahrgäste hat der ICE zwischen 1991 und 2001 befördert.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug InterCityExpress (ICE) setzt die Deutsche Bahn AG auf die schnelle Städteverbindung. Dabei konkurriert sie mühelos mit dem innerdeutschen Flugverkehr. Während die ICE 1 und 2 eine fahrplanmäßige Geschwindigkeit von bis zu 280 Kilometern pro Stunde erreichen, rast der ICE 3 sogar mit 300 Kilometern pro Stunde über die Schienen zwischen Köln und Frankfurt. 330 km/h ist sogar die Fahrzeughöchstgeschwindigkeit. Doch nicht nur in Deutschland (ICE) oder Frankreich (TGV) werden Hochgeschwindigkeitszüge entwickelt und verbessert. Auch in Spanien (AVE) oder Schweden (X2000), in Italien (ETR 500), Großbritannien (Intercity 225) und Russland (Sokol) bestimmen die Hochgeschwindigkeitszüge die Zukunft der Bahn und ihrer Strecken. Vorbild für diese Züge sind oft die japanischen Shinkansen- Züge.

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 574,8 Kilometer in der Stunde hat der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV im April 2007 einen neuen Weltrekord für Schienenfahrzeuge aufgestellt. Der eigens umgebaute Zug erreichte das angepeilte Tempo auf der Fahrt von Ostfrankreich nach Paris. Der bisherige Rekord, der 1990 ebenfalls von einem TGV aufgestellt worden war, stand bei 515 Kilometern pro Stunde.

357 Stundenkilometer - dies ist der neue Weltrekord einer Lokomotive vom Mehrsytemtyp ES64U4 (Taurus 3 der ÖBB). Am 2.9.06 wurde diese Geschwindigkeit zwischen Ingolstadt und Nürnberg erreicht. Die Triebzüge sind also weiterhin schneller!

Hallo zusammen,
schaut mal, was ich bei YouTube gefunden habe. Es handelt sich um einen Anschauungsfilm der damaligen Deutschen Bundesbahn, gut und gerne 35 Jahre alt! Die technischen Einrichtungen sind heute etwas moderner und sehen auch zum Teil anders aus, die betrieblichen Abläufe allerdings sind im grossen und ganzen immer noch die selben. Vor allen Dingen finde ich die leicht verständliche Erklärung von Indusi (heißt heute PZB) und LZB gelungen. Besser könnte ich es auch nicht erklären. Die Filme sollte man sich vor jedem Bahnhofsbesuch bei uns mal ansehen!

Link zu Teil 1
Anschließend gibt es dort dann auch direkt den Teil 2 als Link. Gruss - Andreas
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Achtung: Fahrleitungen bergen Gefahren!
Achtung: Fahrleitungen bergen Gefahren! Zoom

Begrüßung bei einer Bahnhofsführung
Begrüßung bei einer Bahnhofsführung Zoom

Blick in den ICE 3 - Führerstand
Blick in den ICE 3 - Führerstand Zoom

Dampflok 52-8106
Dampflok 52-8106 Zoom

Doppelstockzug
Doppelstockzug Zoom

Einfahrt in den Bahnhof Köln
Einfahrt in den Bahnhof Köln Zoom

Gäste aus Kalifornien in Köln HBF
Gäste aus Kalifornien in Köln HBF Zoom

Jede Menge Zugräder
Jede Menge Zugräder Zoom

Kindergartengruppe im S - Bahn - Führerstand
Kindergartengruppe im S - Bahn - Führerstand Zoom

Mit dem Rad im IC
Mit dem Rad im IC Zoom

Notrufknopf in der S-Bahn
Notrufknopf in der S-Bahn Zoom

S - Bahn der Baureihe 423 bei Dorstfeld
S - Bahn der Baureihe 423 bei Dorstfeld Zoom

Schüler im ICE - Führerstand
Schüler im ICE - Führerstand Zoom

Thalys im Bf Horrem
Thalys im Bf Horrem Zoom

Welche Bedeutung haben die Signale?
Welche Bedeutung haben die Signale? Zoom

Wozu gibt es Wagenstandsanzeiger?
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Züge am Flughafenbahnhof
Züge am Flughafenbahnhof Zoom

ICE während der Fahrt
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