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Nach dem Eröffnungsfest am 1.6.

Dienstag, 3. Juni 2008
Dürener Nachrichten / Lokales / Seite 19

Meer von Drahteseln abgestellt

Eröffnung des Bahnradweges lockt zahlreiche Besucher zum Dürener Bahnhof. Eine Erlebnistour im Fahrradsattel wird möglich.

Über umweltfreundliche Mobilität und Umweltschutz informiert.

Düren. In der Regel sind auf einem Bahnhof Schienenfahrzeuge zu sehen. Ein ganz anderes Bild bot sich anlässlich der Eröffnung des Bahnradweges auf dem Gelände des Bahnhofs Düren. Ein Meer von
Drahteseln bevölkerte das Bahnhofsgelände und veranschaulichte damit das rege Interesse der Bevölkerung an einem neuen Projekt. Der
Bahnradweg führt immer möglichst nah an den Gleisen entlang, von Aachen über Düren und Horrem bis nach Köln. Der vom Verkehrsclub Deutschland (VCD ) initiierte Weg soll eine Erlebnistour mit dem Fahrrad ermöglichen, erläuterte Georg Schmitz, Vorsitzender des VCD Aachen - Düren. Zu diesem Zweck wurden zwischen Düren und Horrem neun Infopunkte geschaffen, die umfassende Infos über das Transportmittel Bahn liefern. Sollte die Muskelkraft unterwegs nachlassen, so kann von jedem Bahnhof aus der Zug für den weiteren Transport gewählt werden. Der Rückweg ist ohnehin per Bahn vorgesehen, so ergeben sich verschiedene Sichtweisen der Strecke und eine perfekte Symbiose zweier umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Bevor Bürgermeister Paul Larue zur Tat schritt und mit dem symbolischen Scherenschnitt den Bahnradweg
offiziell eröffnete, richteten er und Elfi Scho-Antwerpes,
stellvertretende Oberbürgermeisterin von Köln, und Peter Harzheim, Bürgermeister von Merzenich, das Wort an die Besucher. Scho-Antwerpes lobte den Beitrag zur Sicherheit der Kinder, die durch Infopunkte über den gefahrlosen Umgang mit dem Verkehrsmittel Bahn aufgeklärt würden.
Somit könne das Spielen an gefährlichen Stellen des Bahngeländes unterbunden werden. Merzenichs Bürgermeister Harzheim freute sich über den Zuwachs des ohnehin schon gut ausgebauten Radwegenetzes der Region. Weil die Eröffnung des Bahnradweges mit dem Bahnhofsfest einherging, war für ein buntes Rahmenprogramm gesorgt: Von Live Musik über Comedy bis hin zu einer Bahnhofsralley für Kinder war alles dabei. Als besondere Attraktion konnte eine Arbeitsdemonstration der Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes bewundert werden. Darüber hinaus wurde die Möglichkeit einer kostenlosen Fahrradcodierung durch die Polizei geboten. Informationshungrige hatten eine stattliche Anzahl von Ständen der verschiedenen Vereine und Institutionen zur Verfügung, um alles über umweltfreundliche
Mobilität und Umweltschutz zu erfahren. Und wer nach der Besichtigung eines neuen, praktischen Klapprades am Stand des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND ) noch mehr Lust auf Fahrradfahren bekommen hatte, der konnte an einer geführten Radtour auf dem Bahnradweg nach Horrem teilnehmen. In Anbetracht der vielen Besucher, die schon zur Eröffnung
ihre Räder mitgebracht hatten, ist damit zu rechnen, dass auf dem Bahnradweg in Zukunft fleißig in die Pedale getreten wird. (cus)
Artikel DZ 2.6.08
Artikel DZ 2.6.08 Zoom