Die Wildkatze steht auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten
Naturerbe bewahren: Im Nationalpark Eifel sollen sich großflächig „bodensaure Buchenwälder“ entwickeln können, die für die Region typisch sind. Da Buchenwaldgesellschaften weltweit nur ein sehr kleines Verbreitungsgebiet besitzen, haben wir eine besondere Verantwortung für ihren Erhalt. Der Nationalpark Eifel bietet einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, davon 82 auf der Roten Liste stehenden Pflanzenarten und über 160 Tierarten.
Tourismus
Pro zehn Hektar ein zusätzlicher Arbeitsplatz – im Nationalpark Bayerischer Wald ging diese Rechnung auf. Für die Eifel würde dies rund 1.000 neue Arbeitsplätze bedeuten. Ein Nationalpark verstetigt den oft saisonabhängigen Tourismus und zieht weitere Besucherinnen und Besucher an. Der Nationalpark Bayerischer Wald zählt jährlich zwei Millionen Touristinnen und Touristen und erwirtschaftet 40 Millionen Euro. Mit 7 bis 8 Millionen Menschen ist das touristische Einzugspotenzial in der Eifel etwa dreimal größer als das in Bayern.
Der Weg zum Nationalpark
Noch bis Ende 2005 werden die belgischen Streitkräfte auf dem Truppenübungsplatz Vogelsang, der mit 43 Quadratkilometern etwa ein Drittel der Nationalparkfläche ausmacht, stationiert sein. Ihr Anfang 2002 angekündigter Rückzug brachte den Durchbruch für mehr als 20 Jahre konsequenter grüner Arbeit für einen Nationalpark. Unter Federführung des NRW-Umweltministeriums ist es gelungen, in der Rekordzeit von weniger als zwei Jahren im Konsens mit der Region eine Nationalparkverordnung zu schaffen. Das zeigt: Die Menschen wollen den Nationalpark. Die Schaffung des Nationalparks ist eine Chance für die touristisch orientierte Eifelregion, aber auch für Nordrhein-Westfalen insgesamt. Der erste Nationalpark steht symbolhaft für die Naturschätze des bevölkerungsreichsten Bundeslandes in Deutschland.
Geschichte einbinden - "Ordensburg Vogelsang" Schwieriges Erbe – ehemalige „NS-Ordensburg Vogelsang“: Mitten im Nationalpark Eifel liegt das ca. 100 Hektar große Gelände der ehemaligen „NS-Ordensburg Vogelsang“. Die von 1934 bis 1936 erbaute Anlagezählt zu den größten noch erhaltenen Baukomplexen des Nazi-Regimes. Vorgesehen war sie als Schulungsstätte für jährlich 1.000 so genannte „Ordensjunker“. Ausbildungsschwerpunkte waren „Geopolitik“, „Rassekunde“und „Geschichtspolitik“. Schlaf- und Arbeitshäuser, Sportplätze, Feierstätten und ein Schwimmbad gehören zu der Anlage. Ihr Kern ist das Gemeinschaftshaus mit einem 42 Meter hohen Turm. Eine Nachfolgenutzung für die ehemalige „Ordensburg“ muss der historischen Verantwortung gerecht werden und verträglich für den umgebenden Nationalpark sein. Geplant ist die Unterbringung des Nationalparkzentrums, der Nationalparkverwaltung, eines NS-Dokumentationszentrums sowie von Gastronomie, Jugendwaldheim und internationaler Jugendbegegnungsstätte.
Weitere Infos über den Nationalpark Eifel im Netz auch unter www.nationalpark-eifel.de
Wasser hat eine ganz besondere Bedeutung im Nationalpark und dem gesammten südlichen Kreisgebiet. Einige Fotos aus dem Bereich Heimbach/ Rursee sollen eine kleine Auflockerung sein. Einige Bilder zeigen, wie es aussieht, wenn der Grundablaß des Rursees geöffnet wird und wenn dann 15.000 Liter Wasser je Sekunde in das Staubecken Heimbach schießen. Siehe Bilderseite "Wasser im Nationalpark"! |