|  | Neuer Text aus dem Frühjahr 2007: Natur pur in der Drover Heide
Es klingt paradox, aber der über 100 Jahre dauernde militärische Übungsbetrieb ist verantwortlich dafür, dass südlich von Düren auf über 700 Hektar Fläche eine einzigartige Heidelandschaft erhalten geblieben ist. Die Drover Heide gehört mit der Senne bei Bielefeld und der Wahner Heide bei Köln zu den letzten großflächigen Heidelandschaften in NRW. Hier blüht im Spätsommer das Heidekraut, hier leben seltene Vogelkarten wie Ziegenmelker, Schwarzkelchen, Heidelerche oder Wespenbussard, hier ist das letzte Vorkommen des Laubfroschs im Rheinland – zusammen mit einer Amphibienvielfalt, die ihresgleichen sucht. Nachdem die belgischen Streitkräfte die Drover Heide vor drei Jahren als Truppenübungsplatz aufgegeben hatten, droht (e) das Aus für die Natur in der Heide, denn es gab/gibt 2007 wieder vermehrt Forderungen, die Heide deutlich mehr als bisher für Nutzungen zu öffnen. Dank des Einsatzes der Biologischen Station im Kreis Düren und der Naturschutzbehörden ist es gelungen, das Gebiet zu erhalten und für die Öffentlichkeit auf einem ausgeschilderten Wegenetz zugänglich zu machen. Deshalb die Bitte: Erleben Sie die Drover Heide, aber verlassen Sie die gekennzeichneten Wege nicht, denn ansonsten könnten Sie auf gefährliche Kampfmittel aus der Militärzeit stoßen und Tiere beim Brutgeschäft stören. Weitere Infos unter www.biostation-dueren.de |  |